15.12.2020 07:44
Von: Ina Pullig und Nina Hamm

Präventionstage an der BBS Simmern


Prävention für Jugendliche ganzheitlich: Die Schülerinnen und Schüler des BVJ der BBS Simmern beschäftigten sich mit den Risiken und Gefahren von Alkohol und Drogen. Das Sucht-Präventionsprojekt, initiiert von Frau Pullig (Schulsozialarbeiterin an der Berufsbildenden Schule in Simmern) und der Beratungslehrkraft für Suchtprävention der Berufsbildenden Schule in Simmern, ging über zwei Tage.

An dem ersten Projekttag konnten die Schüler in Kleingruppen rotierend in drei themenspezifischen Workshops, sich mit dem Thema „Alkohol und Drogen“ intensiv auseinandersetzen. Hierzu wurden externe Referenten eingeladen, die sich mit der Thematik beruflich befassen und einen guten Alltagsbezug für die Jugendlichen herstellen konnten. Die Polizeistelle Simmern und Herr Fröhlich von der Führerscheinstelle der Kreisverwaltung, schilderten detailliert die rechtlichen Konsequenzen bei einem Konsum von Drogen bzw. Alkohol und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den baldigen Führerschein. Frau Konradt-Schmidt von der Fachstelle Sucht, angegliedert bei der Diakonie in Simmern, gab den Jugendlichen den notwendigen Rahmen, um sich mit ihren eigenen Werten und Grenzen in einer Diskussion auseinanderzusetzen. Sie arbeitete mit den Schülern heraus, wie sich die eigenen Werte bei einer Suchterkrankung verschieben bzw. zum negativen verändern. Unter Anleitung des Anti-Aggressivitätstrainers Ralf Behrens, Leiter der Behrens Gbr Rheinböllen, wurden die Jugendlichen zum Thema „Stoff und Schläge – aus zart wird hart“ sensibilisiert, eigene Erfahrungen mit Gewalt unter Drogeneinfluss in den Blick genommen und mit realen Fallbeispielen untermauert. Die eigene Reflektion zum Thema Gewalt hat viele Schüler intensiv beschäftig und einige Verhaltensmuster wurden von den Jugendlichen kritisch hinterfragt.

Am zweiten Tag besuchten die Jugendlichen die Suchtberatungsstelle in Simmern. Durch den Besuch sollen bei den Jugendlichen auch Berührungsängste gegenüber solchen Beratungsstellen abgebaut werden. Welche Bedeutung die gesammelten Eindrücke für den Alltag in Schule und Freizeit haben, wurde den Jugendlichen in der gemeinsamen Abschlussrunde noch einmal bewusst.